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Ausbildung

Die Reform der kaufmännischen Grundausbildung verfolgt im Wesentlichen drei Hauptziele:

  • Neben guter Fachkompetenz wird in modernen Betrieben eine hohe Methoden- und Sozialkompetenz verlangt. Deshalb fördert die Reform der kaufmännischen Grundbildung mit der Erarbeitung der Fachkompetenz verstärkt auch Methoden- und Sozialkompetenz.
  • Der Einstieg in die betriebliche Praxis muss besser vorbereitet werden. Der Basiskurs zu Beginn der Lehre ermöglicht eine frühere und besser qualifizierte Einsatzmöglichkeit der Berufslernenden im Lehrbetrieb.
  • Die schulische und betriebliche Ausbildung müssen besser aufeinander abgestimmt werden. Ein verstärkter Kontakt zwischen Schule und Lehrbetrieben ermöglicht eine bessere Ausbildung der Berufslernenden.

Förderung von Schlüsselqualifikationen

  • Fachkompetenz
    Für jedes Berufsfeld spezifisches Fachwissen.
  • Sozialkompetenz
    Fähigkeit mit anderen zusammenzuarbeiten, seine Ansichten gebührend einzubringen und berechtigte Kritik zu akzeptieren und umsetzen zu können.
  • Methodenkompetenz
    Umfassendes Repertoire an Methoden zur Strukturierung des eigenen Arbeitens, zur Problemlösung und zur Erweiterung der Kompetenzen.

Schlüsselqualifikationen

Weil die oben abgebildeten Kompetenzen für alle Berufe von hoher Bedeutung sind – sozusagen als Schlüssel zur erfolgreichen Berufsausübung dienen – bezeichnet man sie als Schlüsselqualifikationen.

Diese Ziele sollen mit folgenden Maßnahmen erreicht werden:

Lehrverlauf:


Basiskurs

Mit Beginn des Schuljahres verbringen die Berufslernenden während sieben Wochen zwei Tage im Lehrgeschäft und drei Tage in der Schule. Im Basiskurs erwerben die Berufslernenden die grundlegenden Kenntnisse und Fertigkeiten, die den Einstieg in die Berufspraxis erleichtern. Damit entlasten wir die Lehrbetriebe vom grossen Instruktions-aufwand zu Beginn der Lehre in verschiedenen Bereichen (Lern- und Arbeitstechnik, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Telefonbedienung, einfaches Kommunizieren in Fremdsprachen).

Einführungsblock im Betrieb

In den Kalenderwochen 44/45 des ersten Lehrjahres stehen die Berufslernenden den Lehrbetrieben zur Verfügung. In dieser Zeit führen die Branchen die überregionalen, zweiwöchigen Einführungskurse (1. UeK-Fenster) durch.

Degressiver Schulanteil mit fortschreitender Ausbildung

Der Anteil des Schulunterrichts ist im 1. Lehrjahr höher, reduziert sich aber mit zunehmender Lehrdauer zugunsten der Lehrbetriebe. Die Berufslernenden können somit vermehrt anspruchsvolle und verantwortungsvolle Arbeiten im Lehrbetrieb übernehmen.

Blockbildung

Dank Blockbildung in einzelnen Fächern (z.B. W+G = Betriebs-/Rechtskunde, Rech-nungswesen, Staatskunde, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsgeografie) wird Platz für neue Lernformen geschaffen und vernetztes Denken stark gefördert.